Asche im DPF entfernen – Warum chemische Reiniger Asche nicht entfernen können

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Asche im DPF entfernen – professionelle Reinigung des Dieselpartikelfilters für freie Durchströmung und längere Lebensdauer.

Asche im DPF entfernen – warum chemische Reiniger nicht wirken

Asche im Dieselpartikelfilter (DPF) ist ein technisch völlig anderes Problem als Ruß. Während Ruß bei der Regeneration verbrannt wird, bleibt Asche dauerhaft im Filter. Chemische DPF-Reiniger können diese Ablagerungen nicht lösen – weder im eingebauten Zustand noch durch Sprüh- oder Additivverfahren.

Dieser Beitrag liefert verifizierbare Zahlen, wissenschaftliche Quellen, klare technische Fakten und erklärt, warum nur eine physikalische Reinigung im ausgebauten Zustand Asche zuverlässig entfernt.

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„Asche im DPF entfernen – Diagnose, Ursachen & professionelle Reinigung“ – mit allen wichtigen Punkten zur Erkennung von Ascheablagerungen, Grenzen chemischer Reinigungsmethoden und empfohlene Maßnahmen für eine vollständige Filterregeneration.

1. Was Asche im DPF ist – chemische Fakten

Asche ist kein Ruß. Während Ruß aus brennbarem Kohlenstoff besteht, ist Asche ein nicht brennbarer, fester Reststoff. Sie entsteht bei der Regeneration des DPF, also dann, wenn der Ruß im Filter zu CO₂ verbrannt wird.

Woraus besteht Asche?

  • – Hauptsächlich aus Metallverbindungen, z. B. Calciumsulfat, Zinkoxid oder Phosphate.
  • – Diese stammen aus Motoröl- und Kraftstoff-Additiven.
  • – Diese Stoffe sind chemisch sehr stabil und nicht löslich in den milden Reinigern, die in Werkstätten oder als Spray erhältlich sind. 
  •  

Chemische DPF-Reiniger sind darauf ausgelegt, kohlenstoffhaltige Ablagerungen (Ruß, Ölkohle) zu lösen oder aufzuweichen.

Typische Aschebestandteile laut EPA:

  • – Calciumsalze

  • – Zinkoxid

  • – Phosphate

Diese Stoffe sind:

  • – nicht brennbar

  • – chemisch stabil

  • – nicht löslich in handelsüblichen Reinigern

→ Deshalb können chemische Mittel Asche prinzipiell nicht entfernen.

Die Asche ist dafür zu widerstandsfähig. Kein Reiniger kann sie chemisch „auflösen“, weil sie schlicht nicht reagiert – sie ist bereits das Endprodukt einer Verbrennung.

Quelle (EPA):
https://www.epa.gov/sites/default/files/2016-03/documents/420f10029.pdf

Schaubild Dieselpartikelfilter (DPF) Aufbau, Ruß- und Ascheansammlung, Funktionsweise Partikelfilter Reinigung
Visualisierung: Dieselpartikelfilter (DPF) mit Darstellung von Ruß- und Ascheablagerungen sowie Filterdurchfluss

2. Physik: Warum die Filterbauweise die Reinigung verhindert

Ein Dieselpartikelfilter funktioniert nach dem sogenannten Wandstromprinzip:

  • – Das Abgas wird durch viele kleine Kanäle im Filter geleitet.
  • – Jeder zweite Kanal ist abwechselnd am Ein- oder Auslass verschlossen.
  • – So wird das Gas gezwungen, durch die porösen Keramikwände zu strömen, während Ruß und Asche dort hängen bleiben.
  •  

Die Poren dieser Wände sind winzig – im Bereich von etwa 10 Mikrometern (0,01 mm).

  • – Flüssigkeit aus einem chemischen Reiniger kann durch diese Poren hindurchlaufen.
  • – Aschepartikel hingegen sind zu groß oder sitzen fest in den Poren und Kanälen.
  • – Das führt dazu, dass die Chemikalie zwar vorbeiströmt, die Asche aber nicht mitgenommen werden kann.
  •  

Zudem sammelt sich Asche am Auslassende der Kanäle als Pfropfen.

Bei Sprühreinigungen im eingebauten Zustand – z. B. über den Temperatursensoranschluss – gelangt das Mittel nicht gleichmäßig in alle Kanäle. Selbst wenn es die Asche anlösen könnte, gäbe es keinen Weg, sie physisch aus dem Filter zu spülen.

2.1. Wie schnell sich Asche ansammelt – belegte Zahlen

Unabhängige Untersuchungen zeigen:

  • – Nach ~53.000 km besteht bereits ca. 50 % der DPF-Beladung aus Asche

  • – Nach ~241.000 km liegt der Ascheanteil bei über 80 %

  • – Die Druckdifferenz kann sich durch Asche nach ca. 188.000 mi nahezu verdoppeln

  • – Zusätzlich verursacht Asche 2–3 % Mehrverbrauch

Quelle (DieselNet – technische Untersuchungen):
https://dieselnet.com/tg

Diese Zahlen machen den Zusammenhang eindeutig belegbar.

3. Warum chemische Reiniger nicht funktionieren

3.1 Chemischer Grund

DPF-Reiniger lösen nur kohlenstoffhaltige Ablagerungen wie Ruß oder leichte Ölkohle.

Asche dagegen ist bereits das Endprodukt einer Verbrennung.
Es gibt keine chemische Reaktion mehr, die diese Partikel auflösen könnte.

3.2 Physikalischer Grund: Die Wandstrom-Filterstruktur

Der DPF arbeitet nach dem Wandstromprinzip (Wall-Flow):

  • – Abwechselnd geschlossene Kanäle

  • – Abgase strömen durch die porösen Keramikwände

  • – Darin bleiben Ruß und Asche hängen

Relevante Materialdaten:

  • – Porengröße: 10–20 µm

  • – Porosität: ca. 45–50 %

  • – Material: Cordierit oder Siliziumkarbid

Problem:

  • – Flüssige Reiniger fließen durch die Poren

  • – Aschepartikel und Agglomerate passen nicht hindurch

  • – Am Kanalende bilden sich zusätzliche Aschepfropfen

Sprüh- oder Additivreiniger erreichen diese Bereiche nicht.
Sie können die Asche weder auflösen noch ausspülen.

3.3 Warum Regeneration nur Ruß entfernt – aber nie Asche

Aktive Regeneration erhitzt den DPF üblicherweise von ca. 280 °C auf ~580 °C, damit Ruß oxidiert.

Asche bleibt vollständig zurück.

Das bedeutet:

  • – Je mehr regeneriert wird, desto mehr Asche sammelt sich an

  • – Die Rußkapazität sinkt

  • – Die Druckdifferenz steigt

  • – Der Mehrverbrauch nimmt zu

Quelle (DieselNet – technische Untersuchungen):
https://dieselnet.com/tech/cat_substrate.php

5 Der einzige wirksame Weg: physikalisches Entfernen

Damit Asche vollständig entfernt wird, muss der Filter ausgebaut und mechanisch gereinigt werden.
Dabei kommen professionelle Verfahren wie die hydrodynamische Reinigung zum Einsatz:

  • – hydrodynamische Reinigung

  • – Druckpulse / Gegenspülung

  • – Ultraschallunterstützung (je nach Gerät)

  • – Messprotokoll vor/nach Reinigung

Dies entspricht den Empfehlungen der Umweltbehörden:

„To remove ash, the DPF must be removed from the vehicle and cleaned using specialized equipment.“
Quelle (EPA):
https://www.epa.gov/sites/default/files/2016-03/documents/420f10029.pdf

Warum das Thema für Österreich besonders relevant ist

Laut Statistik Austria:

  • – In Österreich sind über 1,9 Mio. Diesel-PKW zugelassen

  • – Oberösterreich gehört zu den Bundesländern mit dem höchsten Dieselanteil

  • – Durchschnittliche Jahresfahrleistung Diesel-PKW: ~17.000 km

Quelle:
https://www.statistik.at/

Diese Fahrprofile führen zwangsläufig zu zunehmender Aschebeladung.

Effektive Rußpartikelfilter Reiniger ohne Chemie.
Auswirkungen Reinigung mit Rußpartikelfilter Reiniger.

Fazit

Chemische DPF-Reiniger können Ruß und Ölrückstände aufweichen, aber keine Asche entfernen.
Das liegt an:

  1. 1. der chemischen Stabilität der Asche (unlöslich, nicht brennbar)

  2. 2. der physikalischen Struktur des Filters (Wandstromsystem mit winzigen Poren)

Wer also eine nachhaltige und vollständige Reinigung des Filters möchte, braucht ein technisches Reinigungsverfahren – nicht eine chemische Lösung.

Zusammenfassung

Chemische Reiniger:

  • – können Ruß anlösen

  • – können leichte Ölkohle entfernen

  • – können aber keine Asche entfernen

Der Grund:

  1. – Asche ist chemisch inert

  2. – Die physikalische Filterstruktur blockiert sie

  3. – Regeneration verbrennt Ruß, aber keine Asche

  4. – Nur Ausbau + physikalische Reinigung entfernt Asche zuverlässig

Für eine nachhaltige Filtergesundheit ist daher eine mechanische Reinigung unverzichtbar.

- Häufige Fragen zur DPF-Reinigung

FAQ Asche im DPF entfernen

1. Warum kann ein chemischer DPF-Reiniger die Asche nicht auflösen?

Asche besteht aus anorganischen Metallverbindungen wie Oxiden und Sulfaten. Diese Stoffe sind chemisch stabil und reagieren nicht mit den milden alkalischen Reinigern, die für DPF-Sprays verwendet werden. Chemische Reiniger können daher Ruß lösen, aber keine Asche auflösen.

2. Was ist der Unterschied zwischen Ruß und Asche im Partikelfilter?

Ruß besteht aus brennbarem Kohlenstoff, der bei der Regeneration im DPF zu CO₂ verbrennt. Asche dagegen sind nicht brennbare Rückstände aus Motoröl- und Additiven. Sie bleibt auch nach jeder Regeneration im Filter zurück und sammelt sich dort dauerhaft an.

3. Warum hilft Schaum- oder Sprayreinigung im eingebauten Zustand nur kurzfristig?

Diese Reinigungen erreichen den Filter nur einseitig über Sensoranschlüsse. Dadurch wird nur ein Teil der Kanäle benetzt, während die meisten Aschepfropfen fest in den Filterwänden sitzen. Das Ergebnis ist meist nur eine kurzfristige Verbesserung, bevor sich der Filter erneut zusetzt.

4. Wie kann Asche effektiv aus dem DPF entfernt werden?

Nur durch ein physikalisches Verfahren bei ausgebautem Filter, z. B. durch hydrodynamische Reinigung mit Wasser, Druckluft und Ultraschall. Diese Methode spült die Asche vollständig aus allen Kanälen und stellt die ursprüngliche Durchflussleistung wieder her.

5. Kann ich mit chemischer Reinigung meinem DPF schaden?

In der Regel nicht, solange das Produkt korrekt angewendet wird. Allerdings kann häufige oder unsachgemäße Anwendung zu Feuchtigkeitseinlagerungen oder Sensorproblemen führen. Da die Asche im Filter verbleibt, ist der Nutzen begrenzt und eine professionelle Reinigung langfristig die bessere Lösung.

Jetzt informieren und vorbeugen 

Dieser Artikel wurde erstellt von DPF Cleaners e.U.,
Spezialist für professionelle DPF- und SCR-Reinigung in Linz, Oberösterreich.
Mehrjährige praktische Erfahrung in:

  • – DPF-Diagnose

  • – hydrodynamischer Reinigung

  • – Fehlersuche bei BMW, VW, Audi, Mercedes, MINI

  • – Nutzfahrzeugen, Bussen, Baumaschinen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen

Standort: Fichtenstraße 4, 4020 Linz
Web: https://www.dpf-cleaners.at

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Bild von Max Mustermann

Max Mustermann

Autor: Cansu Heidlmayr-Kayi – Wirtschaftsinformatiker, spezialisiert auf Abgasnachbehandlung, über 7 Jahre Erfahrung in der DPF-Reinigung.

Unternehmen: DPF Cleaners e.U., Linz, Oberösterreich

Kontakt: office@dpf-cleaners.at | 066499216888

Stand: November 2025 – Angaben ohne Gewähr, Werte können je nach Dieselfahrzeugen variieren.

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